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Entdecken Sie die verfügbaren S-Messzellen und wählen Sie passend zu Ihrer Anwendung. Bei Fragen zu Nennlast, Anschluss oder Ausführung beraten wir Sie gerne persönlich.
Was ist eine S-Messzelle?
Eine S-Messzelle ist eine Messzelle für Zug- und Druckkräfte. Ihren Namen verdankt sie der charakteristischen S-Form des Messkörpers. Über Gewindebohrungen an beiden Enden wird sie direkt in den Kraftfluss eingebaut und kann Belastungen in beide Richtungen erfassen.
Im Inneren messen Dehnungsmessstreifen die minimale Verformung des Messkörpers und wandeln sie in ein elektrisches Signal um. Je nach Auswertegerät lässt sich dieses anschließend als Gewicht oder Kraft anzeigen. Dadurch eignet sich dieselbe S-Messzelle sowohl für Waagen als auch für die Kraftmessung an Prüfständen.
Was die Bauform auszeichnet
Zug und Druck: Beide Kraftrichtungen lassen sich mit derselben Messzelle erfassen.
Flexible Montage: Gewindebohrungen ermöglichen den Anschluss über Adapter, Haken oder Ösen.
Kompakte Bauform: Auch für beengte Einbausituationen und Laborvorrichtungen geeignet.
Hohe Genauigkeit: Je nach Baureihe bis 0,017 % vom Endwert; Standardmodelle erfüllen OIML C3.
Innerhalb des Messzellen-Sortiments ist die S-Messzelle vor allem für Anwendungen gedacht, bei denen Zug- und Druckkräfte in Achsrichtung wirken. Für andere Einbausituationen, etwa bei flächig eingeleiteten Lasten von oben, kommen je nach Anwendung Balkenzellen und Kraftmessdosen infrage.
Einsatzbereiche von S-Messzellen
S-Messzellen kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Lasten über Aufhängungen, Gestänge oder Prüfvorrichtungen übertragen und gemessen werden.
Typische Einsatzfelder sind:
Hänge- und Kranwaagen: Die Zelle hängt zwischen Haken und Aufhängung und erfasst die Last direkt im Kraftfluss.
Trichter-, Silo- und Behälterwaagen: Aufgehängte Behälter werden über eine oder mehrere S-Messzellen gewogen, meist zusammengeführt über eine Junctionbox.
Kraftprüfstände: Messung von Zug-, Druck-, Reiß- und Haltekräften an Bauteilen, Federn, Klebungen und Verpackungen.
Maschinen- und Anlagenbau: Überwachung von Seil- und Kettenzug, Spann- und Vorschubkräften in laufenden Prozessen.
Labor und Entwicklung: Kleine Kräfte im Newton-Bereich mit der Miniaturausführung, etwa an Prüfvorrichtungen oder Versuchsaufbauten.
Unser Sortiment umfasst drei Baureihen. Alle nehmen Zug- und Druckkräfte auf und werden über Gewindebohrungen oben und unten montiert.
Baureihe
Nennlast
Anschluss
Werkstoff
OIML-Klasse
Schutzart
Geeignet für
CS Y1
1 – 20 kg
4-Leiter
Stahl, rostfrei
C1
IP65
kleine Kräfte im Newton-Bereich, Laborvorrichtungen, Kraftprüfstände
CS P1
25 kg – 30 t
4-Leiter
Stahl, vernickelt
C3
IP67
Hänge- und Trichterwaagen, Prüfstände, breitester Lastbereich
CS Q1
50 kg – 6 t
6-Leiter
Stahl, vernickelt
C3
IP67
Aufbauten mit langen Kabelwegen oder mehreren Zellen
Die CS P1 ist mit 18 Nennlaststufen die breit aufgestellte Standardbaureihe und deckt Anwendungen von 25 kg bis 30 t ab. Die CS Q1 eignet sich besonders für längere Kabelwege und Systeme mit mehreren Messzellen. Ihr 6-Leiter-Anschluss nutzt zwei zusätzliche Fühlerleitungen, um die tatsächlich an der Zelle anliegende Speisespannung zu erfassen und Leitungsverluste auszugleichen. Die CS Y1 ist für kleine Kräfte und präzise Messaufgaben ausgelegt. Die Miniatur-Messzelle aus rostfreiem Stahl erreicht einen kombinierten Fehler von 0,05 % vom Endwert und eignet sich damit für kleine Kräfte, für die die Nennlasten der Standardbaureihen zu hoch wären. Für Umgebungen mit Nässe oder häufiger Reinigung bietet die rostfreie CS P2 mit IP68 eine Alternative.
Die passende S-Messzelle auswählen
Welche S-Messzelle zu Ihrer Anwendung passt, hängt vor allem von Lastbereich, Kabelweg und Einbausituation ab. Diese Punkte helfen Ihnen bei der Auswahl:
Lastbereich und Reserve: Planen Sie die Nennlast mit Reserve über der Maximallast ein. Für kleine Kräfte eignet sich die CS Y1, die CS P1 deckt mit 25 kg bis 30 t den größten Lastbereich ab.
Kabelweg: Für viele Anwendungen reicht die 4-Leiter-Technik der CS P1. Bei längeren Leitungen oder mehreren Messzellen ist die CS Q1 mit 6-Leiter-Technik geeigneter.
Eichfähigkeit: CS P1 und CS Q1 erfüllen Klasse C3 und lassen sich in eichfähigen Waagen einsetzen. Die CS Y1 mit Klasse C1 ist für Prüfstände und Laboranwendungen gedacht.
Anschlussmechanik: Gewindeadapter, Ösen, Haken oder Gelenkköpfe sorgen dafür, dass die Kraft genau in Achsrichtung wirkt. Schräge oder verkantete Belastung verfälscht das Ergebnis.
Auswerteeinheit: Für die Anzeige vor Ort genügt ein Auswertegerät, für die Anbindung an Steuerung oder Netzwerk ein digitaler Wägetransmitter. Kennwert und Speisespannung der Zelle müssen dazu passen.
Wer eine S-Messzelle mit Anschlussmechanik, Kabel und Anzeige zu einem vollständigen System kombinieren möchte, findet im Waagenbausatz abgestimmte Komponenten.
In unserem Online-Shop erhalten Sie SAUTER S-Messzellen für die Kraft- und Massemessung von 1 kg bis 30 t. Sie eignen sich für Hängewaagen und Behälterwaagen ebenso wie für Prüfstände und Laborvorrichtungen. Auf Wunsch liefern wir Ihre Messzelle mit Werks- oder DAkkS-Kalibrierung.
Als Fachhandel und Premium Partner von KERN planen wir Ihr Messsystem mit Ihnen: von der Nennlast über die Anschlussmechanik bis zur passenden Auswerteeinheit. So erhalten Sie alle Komponenten aufeinander abgestimmt aus einer Hand. Jetzt beraten lassen: Nutzen Sie für Fragen zu Ihrem Aufbau einfach unser Kontaktformular.
Häufige Fragen
Eine S-Messzelle misst Zug- und Druckkräfte, die in Achsrichtung auf ihren Messkörper wirken. Das angeschlossene Auswertegerät zeigt das Signal je nach Gerät als Gewicht in Kilogramm oder als Kraft in Newton an. Dadurch eignet sich dieselbe Zelle für Waagen und für Kraftprüfstände.
Eine 6-Leiter-Zelle hat zwei zusätzliche Fühlerleitungen, über die die Auswerteeinheit die tatsächlich an der Zelle anliegende Spannung misst und Verluste über das Kabel ausgleicht. Für kurze Wege genügt 4-Leiter, bei langen Leitungen oder schwankenden Temperaturen ist 6-Leiter die stabilere Wahl.
Ja, S-Messzellen erfassen Zug- und Druckkräfte mit demselben Messkörper. Für Zug wird die Zelle in eine Aufhängung eingehängt, für Druck zwischen zwei Bauteile geschraubt. Ein Umbau ist nicht nötig.
Für Hängewaagen sind S-Messzellen die übliche Wahl, weil sie direkt zwischen Haken und Aufhängung sitzen und die Last im Kraftfluss messen. Die Nennlast sollte mit Reserve über der maximalen Last liegen, weil beim Anheben und Absetzen Stoßkräfte auftreten. Für eichfähige Hängewaagen ist eine Zelle der Klasse C3 erforderlich.
Beide messen Zug- und Druckkräfte in Achsrichtung. S-Messzellen haben den S-förmigen Messkörper und decken den Bereich von 1 kg bis 30 t ab. Zug- und Druck-Kraftmesszellen sind zylindrisch oder stabförmig gebaut und für andere Einbausituationen gedacht.